Feilschen
Der Reiz von Fernreisen liegt für viele Gäste darin, fremde Menschen und Kulturen kennen lernen zu können. Ein wichtiges Element bzw. die Grundbedingung für dieses Vorhaben ist es, auch mal einige Schritte aus den gut geführten und durchweg organisierten Hotelanlagen zu wagen und sich in das Treiben in Städten und Märkten zu begeben. Gerade die afrikanischen Länder verfügen teilweise über eine sehr gehobene und weit entwickelte Kultur, deren Anblick man sich nicht entgehen lassen sollte.
Weit verbreitet war hier bereits frühzeitig der Handel auf Märkten und Basaren, der auch heute noch ein wichtiger Faktor und Bestandteil im Leben der einheimischen Bevölkerung darstellt. Wie in den meisten südlichen Ländern ist das Feilschen nahezu überall erlaubt und auch erwünscht. Sicherheitshalber und wenn man sich als Gast diese Art des Handels nicht zutraut kann man sich auch bei geführten Reisen in der Freizeit dem Reiseleiter oder Guide anschließen und sich unauffällige Hilfestellungen geben lassen.
Bei späteren eigenen Versuchen hat man dann schon grundlegende Übungen im Feilschen und kann sich auf dieses Spiel von Rede und Gegenrede zwanglos einlassen, auch wenn es im Falle der Urlauber wohl eher mit viel Bewegung von Händen und Füßen verbunden sein dürfte. Trotzdem wird in vielen Gegenden des afrikanischen Kontinents und in den meisten afrikanischen Ländern, das Feilschen als eine Grundbedingung des Kaufs angesehen. Man zahlt nicht den erstbesten Preis. In vielen Teilen des Kontinents - so auch in Mosambik - würde dies sogar als Beleidigung des Händlers angesehen werden und kann zumindest verbal böse Folgen nach sich ziehen.